Kleines Lexikon der Sprachförderung

An dieser Stelle werden wir immer mal wieder Begriffe kurz erklären, die uns über den Weg laufen und die in Diskussionen zwischen Eltern und Therapeuten, Lehrern und Sonderpädagogen oder beim Arzt aufkommen und nicht selbsterklärend sind. Wir machen das, ohne dabei wissenschaftliche Hintergründe zu erklären, sondern eher, um einen Eindruck von der Bedeutung zu vermitteln. Wer einen Fehler vermutet oder findet, darf sich gerne melden. Generell geben wir aber unser bestes Wissen weiter, möglichst fehlerfrei.

Phonologische Bewusstheit:

Die phonologische Bewusstheit ist eine Fähigkeit, die wichtig für den Schriftspracherwerb ist. Deshalb kommt sie so häufig in Gesprächen mit Erziehern und Lehrkräften vor. die phonologische Bewusstheit bedeutet grob, dass das Kind erste Einsichten in das System der Sprache lernt und mit Sprache spielt/ flexibel umgeht. Es gibt zwar mehrere Arten die phonologische Bewusstheit zu unterteilen, aber ich finde es am einfachsten, zwischen pB im engeren und im weiteren Sinne zu unterscheiden.

Phonologische Bewusstheit im weiteren Sinne: Übungen mit Reimen und Silben.

Phonologische Bewusstheit im engeren Sinne: Übungen zu Lauten, also Anfangslaute erkennen, Endlaute hören, Wörter in Laute gliedern, ähnliche Laute unterscheiden usw.

Phonem-Graphem Korrespondenz oder Phonem-Graphem Beziehung:

Die Phonem-Graphem Korrespondenz bezeichnet einfach nur die Beziehung zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Das Phonem ist dabei der Laut und das Graphem der Buchstabe. Es gibt mehr Laute als Buchstaben und Kinder müssen lernen, den Buchstaben die passenden Laute zuzuordnen.

Minimalpaar:

Ein Minimalpaar ist ein Wort, dass die gleiche Anzahl an Lauten hat, sich aber an einer Stelle unterscheidet. Zum Beispiel Hase und Hose (a/o). Mit Minimalpaaren lernen Kinder, dass einzelne Laute dazu führen, dass sich Wörter verändern und auch die Bedeutung dieser Wörter sich verändert – Hose und Hase ist einfach nicht dasselbe. Dadurch gewinnen Kinder Einsichten in die Struktur der Schriftsprache, dass sie nämlich in einzelne Laute aufgeteilt ist und man aus diesen Lauten Wörter mit unterschiedlichen Bedeutungen bauen (schreiben) kann.